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Die Konsequenz! Ausgangssituation / Problemstellung / Motive
Schon im Vorschul- und Einschulungsalter ist jedes fünfte deutsche Kind zu dick und das mit steigender Tendenz. Adipositas ist systematisch auf dem Vormarsch, mit allen gesundheitlichen Konsequenzen. Thüringens Kinder sind in diesem Bereich Spitzenreiter!
Auch steigt bei dieser Altersgruppe immer öfter die Bereitschaft ihre Aggressionen in Form von Gewalt abzubauen.
Die Veränderung der Lebensweise und die dadurch bedingte Bewegungsarmut (Einengung von Bewegungsräumen - vor allem im städtischen Bereich), der steigende Drogen- und Alkoholkonsum (unter Jugendlichen), Gewaltexzesse und vordergründig die exorbitant steigenden Gesundheitskosten zwingen die politischen Entscheidungsträger und Verantwortliche zu raschem Handeln.
Defizite in den Bereichen Ernährung, Bewegung und Stressregulation manifestieren sich im weiteren Lebensalter meist in chronischen Krankheiten.
Es ist Aufgabe der Gesellschaft, Rahmenbedingungen zu schaffen, die es den Menschen erleichtert, Eigenverantwortung zu übernehmen, um gesünder leben zu können. Konkret ist es von dringender Notwendigkeit, die sportlichen Aktivitäten von Kindern und Jugendlichen zu fördern.
Nur so kann es zu einer langfristigen und positiven Veränderung kommen, die in alle Bereiche des Lebens hinein spielt.
Im Zeitalter von X-Box und Playstation, DVD und Internet (im speziellen Gewaltspiele), einer über 24 Stunden verfügbaren aggressiven Multichannel-Fernsehberieselung, der Handy-Hysterie und einer SMS-degradierten Kommunikation, ist körperliche Bewegung auch nicht mehr notwendig. Im Ge-genteil, sie scheint beinahe hinderlich zu sein.
Der durchschnittliche Jugendliche verbringt täglich über 3 Stunden mit Fernsehen und Computerspielen und schon Kinder im Alter von 3 bis 5 Jahren sehen bereits täglich 90 Minuten fern (beginnendes Suchtverhalten!).
Dabei paart sich die körperliche Inaktivität ungünstigerweise auch noch mit einer hohen Stresshormonausschüttung.
So zeigten Pulsmessungen beim Computerspiel oder beim Betrachten eines Actionfilms, Werte wie bei einer körperlichen Höchstanstrengung.
Der so auf Höchstanforderung vorbereitete Körper wird aber nicht gefordert und damit werden die Stresshormone nicht verstoff-wechselt!
---> Langfristig negative Konsequenzen für Organe und Gefäße sind zu erwarten.
In der seit drei Jahrzehnten laufenden Hancox-Studie wurden die Daten der Kinder bis hin ins hohe Erwachsenenalter erhoben.
Nun zeigen breit angelegte Untersuchungen, dass ein Viertel aller Schüler maximal einen Tag pro Woche im Freien spielt, wobei dieses Verhalten von Klasse 1 bis Klasse 4 noch weiter abnimmt.
Ab dem 15. Lebensjahr führen mehr als die Hälfte der Jugendlichen höchstens noch einmal in der Woche oder sogar überhaupt keinen Sport mehr durch.
--- Ausgangssituation / Problemstellung / Motive
Natürlich müssen die Kinder, je nach Aktivitätsgrad, in bewegungsverarmte, unsportliche, durchschnittliche, sportliche und sehr sportliche Kinder unterschieden werden. Diese Schere klafft zusehends immer weiter auseinander.
Das heißt, es gibt durchaus einige sehr sportliche Kinder, bedingt durch ein förderndes Elternhaus, aber besonders die Gruppe der unsportlichen und bewegungsverarmten Kinder hat rasant zugenommen.
Dafür bedarf es aber bereits einer Bewusstseinsbildung in der Kindheit. Kindern und ihren Eltern muss wieder verdeutlicht werden, dass das Gleichgewicht zwischen Ernährung und Bewegung eine natürliche Balance darstellt, welche durch falsche Verhaltensweisen ins Ungleichgewicht gebracht wurde.
Kinder haben einen natürlichen Bewegungsdrang, welcher erst durch Übergewicht bzw. falsch antrainierte Verhaltensweisen (Fernsehen statt Spielplatz) unterbunden wird.
Foto: jenAKTIV ©2011